Ein Jahr Kanzlei Lanza – Rechtsanwältin für Familienrecht in Nidderau

Inhaltsverzeichnis

1. Oktober 2026

Ein Jahr Kanzlei Lanza: Was sich verändert hat und was geblieben ist

Vor einem Jahr habe ich meine eigene Kanzlei gegründet.

Nicht direkt nach dem Examen. Und auch nicht in einer Phase, in der das Leben ansonsten gerade besonders übersichtlich gewesen wäre.

Sondern als Anwältin mit Berufserfahrung, als Ehefrau, als Mutter von zwei Kindern und mit einem ziemlich klaren Wunsch: meine anwaltliche Arbeit so zu gestalten, wie ich sie für richtig halte – fachlich fundiert, persönlich und mit ausreichend Raum für den einzelnen Fall.

Dieser Wunsch war einer der wichtigsten Gründe für meinen Schritt in die Selbstständigkeit.

Denn Familienrecht ist selten nur eine Frage von Paragraphen.

Natürlich geht es um Unterhalt, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Umgang und Sorgerecht oder um die Frage, was nach einer Trennung mit einer gemeinsamen Immobilie passiert.

Aber hinter jeder dieser Fragen steht ein Mensch, dessen Leben gerade in Bewegung geraten ist.

Manchmal sehr plötzlich. Manchmal nach Jahren. Manchmal nach einer längst getroffenen Entscheidung. Und manchmal zunächst nur mit dem Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann.

Genau diese Verbindung aus juristischer Arbeit und sehr persönlichen Lebenssituationen prägt meinen Kanzleialltag – und sie war auch einer der Gründe, warum ich meine eigene Kanzlei gründen wollte.

Die eigene Kanzlei heißt mehr als juristische Arbeit

Ein Jahr später weiß ich ziemlich genau, was es bedeutet, eine eigene Kanzlei zu führen.

Natürlich gehören Schriftsätze, Gerichtstermine, Berechnungen, Besprechungen und die tägliche Arbeit mit meinen Mandantinnen und Mandanten dazu.

Aber eben auch all das, was im Hintergrund läuft: Organisation, Buchhaltung, Technik, Fristen, Kommunikation, Abläufe und jeden Tag viele kleine und größere Entscheidungen.

Und dann gibt es noch das Leben außerhalb der Kanzlei.

Kinder, Familie, Alltag.

Die häufige Frage „Wie schaffst du das alles?“ lässt sich deshalb auch nach einem Jahr nicht besonders spektakulär beantworten.

Man organisiert. Man priorisiert. Man lernt. Man verwirft Dinge wieder. Man probiert Abläufe aus, verändert sie und stellt fest, dass manches beim zweiten Mal deutlich besser funktioniert als beim ersten.

Und manches eben auch nicht.

Selbstständigkeit bedeutet nicht, dass plötzlich alles leichter wird. Aber sie bedeutet, selbst entscheiden zu können, wie man arbeiten möchte.

Und genau das war mir wichtig.

Familienrecht beginnt oft vor der eigentlichen Trennung

Vielleicht hat sich mein Blick auf meine Arbeit im vergangenen Jahr auch deshalb noch einmal verändert.

Im Familienrecht begegne ich jeden Tag Menschen, die vor einem ersten Schritt stehen.

Manche wissen bereits ganz sicher, dass sie sich trennen möchten. Andere sind noch mitten in der Frage, ob eine Trennung überhaupt der richtige Weg ist.

Wieder andere möchten zunächst einfach verstehen, was eine Trennung rechtlich und finanziell für sie bedeuten würde.

Wie wird Unterhalt berechnet?

Was passiert mit der Immobilie?

Wie wird mit gemeinsamem Vermögen umgegangen?

Was bedeutet die Trennung für die Kinder?

Wie läuft ein Scheidungsverfahren eigentlich ab?

Und welche Entscheidungen müssen jetzt wirklich getroffen werden – und welche können noch warten?

Eine anwaltliche Beratung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass am nächsten Tag der Scheidungsantrag gestellt wird.

Oft geht es zunächst um etwas anderes: die eigene Situation zu verstehen.

Welche Rechte bestehen? Welche Verpflichtungen gibt es? Welche Möglichkeiten kommen in Betracht? Und welche Konsequenzen können die verschiedenen Entscheidungen haben?

Gerade in einer emotional belastenden Situation kann diese Klarheit sehr viel wert sein.

Gute Beratung beginnt nicht mit einer fertigen Entscheidung

Viele Mandantinnen und Mandanten kommen mit dem Gefühl in die Kanzlei, bereits genau wissen zu müssen, was sie wollen.

Das müssen sie nicht.

Gute Beratung beginnt nicht zwingend mit einer fertigen Entscheidung.

Oft beginnt sie mit einer Frage.

Und manchmal führt gerade die sachliche Einordnung dazu, dass Entscheidungen anschließend viel klarer getroffen werden können.

Das ist einer der Aspekte, die ich an meiner Arbeit besonders schätze.

Familienrecht ist fachlich anspruchsvoll. Gleichzeitig berührt es Bereiche, die für die Betroffenen sehr persönlich sind.

Beides muss zusammenpassen.

Eine rechtlich richtige Lösung hilft wenig, wenn sie an der tatsächlichen Lebenssituation der Beteiligten vorbeigeht.

Umgekehrt reicht eine menschlich verständliche Lösung nicht aus, wenn sie rechtlich nicht trägt.

Genau diese Balance gehört für mich zu guter familienrechtlicher Arbeit.

Was sich nach einem Jahr verändert hat

Nach einem Jahr eigener Kanzlei ist vieles routinierter geworden.

Abläufe haben sich eingespielt. Entscheidungen fallen schneller. Manches, was am Anfang noch viel Zeit gekostet hat, gehört inzwischen einfach zum Alltag.

Und bei manchen Dingen weiß ich inzwischen zumindest etwas früher, an welcher Stelle wahrscheinlich das nächste unerwartete Problem auftauchen wird.

Was ich ebenfalls gelernt habe: Eine eigene Kanzlei ist nie wirklich „fertig“.

Abläufe können verbessert werden. Neue Themen kommen hinzu. Rechtsprechung verändert sich. Technik verändert sich. Und auch die eigene Vorstellung davon, wie man arbeiten möchte, entwickelt sich weiter.

Das empfinde ich nicht als Nachteil.

Im Gegenteil.

Die Möglichkeit, Dinge zu hinterfragen und die eigene Kanzlei weiterzuentwickeln, gehört für mich inzwischen genauso zur Selbstständigkeit wie die juristische Arbeit selbst.

Was geblieben ist

Was sich nicht verändert hat, ist mein Anspruch an meine Arbeit.

Fachlich genau zu arbeiten.

Klar zu kommunizieren.

Nicht unnötig zu komplizieren, was sich verständlich erklären lässt.

Und auch einmal etwas zu sagen, das ein Mandant vielleicht nicht gerne hört.

Denn gute anwaltliche Beratung bedeutet für mich nicht, jede Erwartung zu bestätigen. Sie bedeutet, Chancen und Risiken realistisch einzuordnen und gemeinsam zu überlegen, welcher Weg rechtlich und persönlich sinnvoll sein kann.

Gleichzeitig darf bei aller juristischen Genauigkeit nie aus dem Blick geraten, dass hinter jeder Akte eine konkrete Lebenssituation steht.

Das klingt selbstverständlich.

Im Alltag ist es das nicht immer.

Der erste Schritt ist oft der schwierigste

Vielleicht liegt darin auch eine gewisse Parallele zwischen der Gründung einer eigenen Kanzlei und vielen Situationen, mit denen Menschen im Familienrecht zu mir kommen:

Der schwierigste Schritt ist häufig der erste.

Nicht, weil danach alles einfach wird.

Sondern weil man sich mit diesem ersten Schritt überhaupt erst die Möglichkeit schafft, die nächsten Entscheidungen bewusst zu treffen.

Für mich war dieser erste Schritt vor einem Jahr die Gründung meiner eigenen Kanzlei.

Für meine Mandantinnen und Mandanten kann der erste Schritt etwas ganz anderes sein.

Ein Beratungsgespräch.

Eine Unterhaltsberechnung.

Die Klärung der finanziellen Situation.

Ein Gespräch darüber, wie es mit den Kindern weitergehen kann.

Oder manchmal auch einfach die Entscheidung, eine Frage nicht länger vor sich herzuschieben.

Nicht jeder erste Schritt muss sofort eine endgültige Entscheidung sein.

Manchmal reicht es zunächst, zu wissen, wo man steht.

Auf das zweite Jahr

Ein Jahr Kanzlei Lanza bedeutet für mich deshalb nicht nur einen Rückblick auf Selbstständigkeit, Kanzleialltag und viele ganz unterschiedliche Mandate.

Es ist vor allem ein Anlass, Danke zu sagen.

Danke an meine Mandantinnen und Mandanten für das Vertrauen, das sie mir in oftmals sehr persönlichen und schwierigen Situationen entgegenbringen.

Danke an Kolleginnen und Kollegen für fachlichen Austausch, Unterstützung und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Und danke an alle, die meine Beiträge lesen, teilen, kommentieren oder weiterempfehlen.

Ich freue mich auf das zweite Jahr.

Auf neue Mandate, neue Fragen und neue Herausforderungen.

Und wahrscheinlich auch auf den einen oder anderen Moment, in dem wieder etwas zum ersten Mal passiert.

Denn auch das habe ich im ersten Jahr gelernt:

Eine eigene Kanzlei wird irgendwann vertrauter.

Langweilig wird sie deshalb noch lange nicht.

Familienrechtliche Beratung in Nidderau, Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

Auch im zweiten Jahr meiner Kanzlei möchte ich das fortsetzen, was mir von Anfang an wichtig war: Familienrecht verständlich zu erklären, rechtliche Möglichkeiten realistisch einzuordnen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die zur jeweiligen Lebenssituation passen.

Als Rechtsanwältin für Familienrecht in Nidderau berate ich Mandantinnen und Mandanten aus Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu Trennung, Scheidung, Unterhalt, Zugewinnausgleich sowie zu Fragen rund um Kinder und gemeinsame Immobilien.

Dabei muss am Anfang nicht immer schon feststehen, welcher Weg am Ende der richtige sein wird. Manchmal besteht der erste Schritt einfach darin, die eigene rechtliche Situation zu kennen und zu wissen, welche Möglichkeiten bestehen.

Wenn Sie vor einer Trennung stehen, sich bereits getrennt haben oder eine familienrechtliche Frage klären möchten, können Sie gerne einen Termin für eine persönliche Beratung in meiner Kanzlei in Nidderau vereinbaren.

Letzte Beiträge
Beratungstermin vereinbaren

Bitte beachten

Anfragen zu Beratungshilfe, Verfahrenskostenhilfe oder Inobhutnahme können leider nicht bearbeitet werden.
Diese gehören nicht zum Tätigkeitsbereich der Kanzlei.
Verstanden